Mt. Murray, Winery „Two Figs” & Jervis Bay

Da ich erst gegen Mittag mit dem Campervan von Church Point los fuhr und ich mich in Mona Vale noch mit Lebensmittel eingedeckt hatte, ging es mit meiner Tour in Richtung Süden erst gegen 14 Uhr los. Nur zäh kam ich die ersten Kilometer voran, erst aus dem Einzugsbereich von Sydney ging es besser. Auf jeden Fall wollte ich vor der Dunkelheit noch einen Campingplatz finden. In einer speziellen Campingapp für Australien guckte ich mir einen Freecampingplatz aus. Doch ich hatte nicht darauf geachtet, dass dieser freie Campingplatz auf einer Höhe von 730 Metern lag und ich den nicht leicht zu fahrenden Macquarie Pass zum Mount Murray hochkutschieren musste, um den freien Campingplatz zu erreichen. Zu allem Ungemach kam ich in der Höhe auch noch in dichten Nebel. Doch die ganze Mühe hatte sich gelohnt der Platz lag in schöner Natur, war nicht überfüllt und ich konnte den Camper auf eine frisch gemähte Grasfläche abstellen. Nach einer verregneten Nacht für ich dann früh am nächsten Morgen wieder durch dichtesten Nebel über die Jamberoo Mountain Road runter nach Gerringong, wo ich um 8:30 Uhr ein kleines Frühstück zu mir nahm. Ein paar Kilometer weiter ich den Aussichtspunkt Gerroa Headland an, von wo aus man einen tollen Ausblick auf den 7-Miles- Beach haben sollte, doch an diesem verregneten Tag konnte man nur den Anfang des Strandes erahnen. Da man bei diesem miesen Wetter draußen nichts unternehmen konnte, steuerte ich ganz in der Nähe das Weingut „Two Figs” an, wo ich mir gemütlich eine Weinprobe genehmigte, dabei lernte ich auch noch zwei Pärchen kennen die sich in Dänemark kennen gelernt hatten. Ein Pärchen lebte schon lange in Australien und das andere war bei Ihnen zu Besuch. Es stellte sich heraus, dass mein vorgebuchter Platz in einem Caravanpark ganz in der Nähe ihres Hauses lag, weshalb ich nach ihrer Adresse fragte, um Sie eventuell zu besuchen. Von dem Weingut nahm ich noch den Ausichtspunkt Penguins Head mit, bevor es am späten Nachmittag zu dem Tasman Holiday Park in der Jervis Bay ging, Hier konnte ich meine Wassertanks füllen und mir am Morgen eine heiße Dusche gönnen. Da ich bis 10 Uhr den Caravanpark verlassen musste parkte ich den Camper auf einem freien Parkplatz in Huskisson und schnappte mir mein Rad um die Gegend ein bisschen zu erkunden, dabei viel mir ein Schild mit dem Ortsnamen Vincentia auf, war das nicht die Adresse von den Dänen die gestern in der Winery getroffen hatte?!?! Tatsache, mit dem Rad waren es nur drei Kilometer bis zu dieser Adresse, auf einem schönen Radwanderweg parallel zum Collingwood Beach hatte ich eine schöne Fahrradtour bis zu meinen dänischen Freunden von denen ich herzlich empfangen wurde. Nach einem Kaffee und einem informativem Gespräch verabschiedete ich mich wieder und radelte wieder zurück nach Husskison. Von dort radelte ich schnurstracks weiter in ein in der Nähe liegendes Industriegebiet wo ich mir eine Kaltschale in einer, von den Dänen empfohlenen, Brauerei genehmigte. Zurück am Camper machte ich mich nun auf nach Myola wo für meinen Campervan ein Platz auf einem Caravanpark für zwei Tage vorbestellt war. Eigentlich dachte ich das wäre ein Katzensprung von Husskison nach Myola weil die Orte nur eineinhalb Kilometer voneinander entfernt waren, doch Pustekuchen zwischen den Orten schlängelte sich der Flusslauf Currambene Creek und um diesen zu überqueren musste ich einen Umweg von 31 km fahren. Gut das ich vor 17 Uhr an dem Holidaypark ankam und noch einer in der Rezeption da war, es stellte sich nämlich heraus, dass ich den Platz erst ab den nächsten Tag gebucht hatte, da hätte ich für die Nacht fast keinen Platz gehabt, das Glück ist eben mit die Doofen. Am Samstag schwang ich mich früh auf mein Radel und fuhr zum Calalla Beach und wanderte dort bis ans Ende und zurück, die 6 km barfuß bekamen mir überhaupt nicht, an jedem Fuß bildete sich jeweils eine dicke Blase. Gegen 11 Uhr kam ich wieder humpelnd am Camper an und machte mir mein verdientes Frühstück. Jetzt gab es zwei Möglichkeiten um nach Husskison zu kommen, entweder die 31 km mit dem Camper zu fahren oder die kleine Huskyfähre zu nehmen, die einem mitsamt Rad über den Currambene Creek nach Husskison für 15 AUD übersetzt. Da das Wetter immer besser wurde, nahm ich die kleine Fähre und relaxte in Husskison erstmal am Fährhafen, von hier aus erkundete ich noch ein wenig die Gegend um Husskison und genehmigte mir nachmittags in der Brewery, wo ich schon gestern ein Bierchen getrunken hatte, erneut ein erfrischendes Lager. Danach sonnte ich mich noch ein bisschen am Shark Net Beach bevor es abends mit der kleinen Husky-Ferry zum Campingplatz zurück ging. Am nächsten Morgen war der Februar schon Geschichte denn wir hatten inzwischen den 1. März. Bevor ich in Richtung Jervis Bay Village den Campingplatz verließ, wurde noch einmal geduscht, die Campingtoilette geleert und die Wasservorräte wieder aufgestockt. Gegen 10 Uhr kam ich dann in dem Booderee Nationalpark an, stellte den Van auf dem Murrays Beach Carpark ab und fuhr mit meinem Rad nacheinander den Murrays Beach, Governer Head Outlook, Ocean Cave Outlook, die Ruinen des Cape St. George Lighthouse und das Hole in the Wall ab, während der 15 km langen Radtour begegnete ich dabei noch zwei wilden Kängurus. Gegen 13 Uhr kam ich wieder am Camper an. Jetzt verabschiedete ich mich von der Jervis Bay und setzte meine Fahrt in Richtung der Batmans Bay fort.

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